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Beitrag 106

Berufseinstieg – Welche Rolle spielen Belastungen, personale und soziale Ressourcen für den Verbleib im Beruf?

 

Bis 2020 werden aufgrund von Pensionierungen und steigenden Schülerzahlen jährlich bis zu 40% neue Primarlehrpersonen rekrutiert werden müssen (SKBF 2014). Diese Lücke wird nicht nur mit einer verstärkten Rekrutierung von neuen Lehrpersonen geschlossen werden können. Es ist deshalb wichtig, ein besseres Verständnis zu gewinnen zu den Faktoren, die Lehrpersonen in ihrem Beruf halten, um evidenzbasierte Massnahmen auf verschiedenen Ebenen (Aus- und Weiterbildung, Schule, Arbeitsmarkt) ergreifen zu können. Der Berufseinstieg spielt dabei eine wichtige Rolle, da der Entscheid den Beruf zu verlassen insbesondere in dieser Laufbahnphase erfolgt (Herzog et al. 2007).

Im Symposium werden Ergebnisse aus drei aktuellen Studien präsentiert und anschliessend von Prof. Dr. Silvio Herzog kommentiert und gemeinsam mit dem Publikum bezüglich möglicher Massnahmen diskutiert.

Die Studie der PH Bern untersucht mit einem qualitativen Forschungsansatz Berufseinsteigende mit Vorberuf und fokussiert dabei auf die personalen Ressourcen, insbesondere die Bewältigungsstrategien, in ihrer Bedeutung für die Kündigung. An der PH St. Gallen wurden in einer quantitativen Längsschnittstudie die professionellen Kompetenzen untersucht in ihrer Wirkung auf die Ausstiegsabsichten. Die Studie der PH Schwyz (in Kooperation mit der Universität Bern) untersucht die Eingebundenheit in den Beruf und fragt danach, mit welchen Belastungen, personalen und arbeitsplatzspezifischen sozialen Ressourcen diese zusammenhängt.

 

Literatur


Herzog, W., Herzog, S., Brunner, A., & Müller, H. P. (2007). Einmal Lehrer, immer Lehrer? Eine vergleichende Untersuchung der Berufskarrieren von (ehemaligen) Lehrpersonen. Bern: Haupt.

SKBF. (2014). Schweizer Bildungsbericht 2014. Aarau: Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung.